Szenen der Aufführung
Szene 1: Bucht am Vierwaldstättersee Ein letztes Mal erlebt der Zuschauer ein Stück heile Welt, bevor er für zwei Stunden die dramatische Befreiung der Eidgenossen miterlebt. Es ist Spätsommer, die Älpler kehren mit ihren Kuh und Ziegenherden ins Tal zurück, freudig begrüsst von der Bevölkerung. Doch bereits zeiht sich ein Unwetter zusammen, die Landsknechte des Vogts Herrmann Gessler fordern die Steuern ein. Kurz nach ihrem Abzug erscheint atemlos Konrad Baumgarten, auf der Flucht vor den Gesslerreitern. Um die Ehre seiner Gattin zu schützen, hat er den Landvogt Wolfenschiessen mit der Axt erschlagen und hofft nun auf die Hilfe des Fährmanns. Dieser fürchtet das Unwetter und weigert sich. Als Retter in der Not erweist sich Tell: «Wo's Not tut, Fährmann, lässt sich alles wagen.» Gesslers Reiter kommen zu spät, Tell hat mit Baumgarten bereits über den See gesetzt. Aus Wut über ihren Misserfolg fallen sie in die Herden der Hirten ein und nehmen sich vor, die Hütten abzubrennen. Hilflos müssen die Männer zusehen. – «Wann wird der Retter kommen diesem Land?» |
