Stück und Inszenierung

Oliver Stein, der neue Regisseur in Interlaken



1971 im Südschwarzwald geboren, lebt mit seiner Partnerin Nora und den gemeinsamen Kindern Yuna und Hana in Bern. Er studierte Schauspiel in München und hat den Master in Contemporary Arts Practice in Bern absolviert. Als Schauspieler, Regisseur und Performer arbeitet er seit 1999 für verschiedene Bühnen und wurde zu zahlreichen Festivals eingeladen, u.a. Schauspielhaus Salzburg, Theater Neumarkt Zürich, Stadttheater Konstanz, Dramaturgisches Theater Minsk, Theater an der Effingerstrasse Bern, BONE-Festival, Fringe-Festival Edinburgh etc. Oliver hat schon mehrere Freilichttheater inszeniert, unter anderem die Grossproduktion «No e Wili» 2016 in Stein am Rhein mit über 300 Beteiligten. Er ist häufiger Gast bei TV- und Filmproduktionen und ist 2019 als Söldner Rordorf im Kinofilm «Zwingli» von Stefan Haupt zu sehen. Als Hausregisseur am Theater Matte zeigt er im Dezember 2018 zwei Franz-Hohler-Stücke, seine 13. Regiearbeit an diesem Haus. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturförderpreis Südbaden und für den Swiss Performance Art Award nominiert. Etwas Privates: Oliver verbringt am liebsten Zeit mit seinen beiden Kindern Yuna, Hana und Levin, seinem 18jährigen Sohn, der in Berlin lebt. Seine grosse Leidenschaft neben dem Theater ist das Schreiben. Der Sehnsucht nach Wind und Wasser will er wieder mehr Raum geben und hat sich selbst versprochen, während seiner Zeit bei den Tellspielen am Thunersee öfters segeln zu gehen.
 

Tom Schweizer, Regieassistenz



 
Thomas Schweizer ist begeisterter Theaterpendler zwischen Wohn- und Arbeitsort Bern und Interlaken. Thomas Schweizer trieb in den letzten drei Jahren als bissiger, peitschenknallender Fronvogt sein Unwesen im Tellspiel, für die Saison 2019 hat er die Rolle des Johann Wolfgang von Goethe übernommen. Er ist neben seiner Schauspieltätigkeit auch Mitglied der Spielleitung. Für die neue Inszenierung nun als Regieassistent im Einsatz, koordiniert er vor, auf und hinter der Bühne, ist Bindeglied zwischen Regie und Spielenden und sorgt immer mal für frischen Kaffee und etwas Süsses. Tom Schweizer ist beruflich in der Informatik tätig und wohnt mit seiner ebenfalls theaterinfizierten Frau und seinen drei erwachsenen Kindern im Spiegel bei Bern.
 

Fabian Dobler, Musik- Komposition und Produktion



Fabian Dobler ist freischaffender künstlerischer Leiter, Dirigent und Komponist aus Hamburg. Von Haus aus Pianist und Dirigent mit Engagements bis nach Buenos Aires (Argentinisches Staatstheater) und Seoul (Sejong Performing Center), legt Fabian Dobler den Schwerpunkt inzwischen auf seine Arbeit als Theater-Komponist und Bühnenautor. Dobler studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover Klavier, Dirigieren, Komposition und Philosophie. In Zürich vervollständigte er seine Ausbildung bei Nello Santi (Dirigieren, Italienische Oper) und Marc Belfort (Opernregie, Kulturmanagement). Das Handwerkszeug als Autor holte Dobler sich in einem Studium bei Hollywood-Drehbuch-Spezialist John Truby. Diese Ausbildung, zusammen mit langjähriger Erfahrung im Musiktheater brachte ihm ein tiefes Verständnis dramatischer Strukturen - und die Fähigkeit, seine Erkenntnisse in Klänge zu setzen. Nach erfolgreichen Jahren als Operndirigent und Konzertpianist begann er 2004 eigene Bearbeitungen zu schreiben. Von 2009 - 2014 war er musikalischer Leiter der Hamburger Kammeroper, für die er zehn Opern komprimierte und in neuen Klang fasste.
In diesem Sinn schmiegt sich die von Fabian Dobler eigens für die neue Tell-Inszenierung komponierte Musik stimmungsvoll rund um die Geschehnisse und unterstreicht damit Wort und Bild.
 

Antje Steen - Akkordeon



Antje Steen studierte Akkordeon bei Prof. Hugo Noth an der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen. Ihre Schwerpunkte lagen in der Barockmusik und in der Moderne. Sie gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. Nach ausgezeichnetem Hochschulabschluss als Akkordeonistin erweiterte sie ihr Spektrum anlässlich eines Studienaufenthaltes in Buenos Aires um das Bandoneon, das sie danach bei Klaus Gutjahr in Berlin weiter studierte.
Als professionelle Bandoneonistin ist Antje Steen seit 2004 Mitglied des Ensembles OPERASSION. Im Jahr 2006 erschien ihre erste CD "Buenos Aires - mi amor" (ANTES).
Sowohl als Akkordeonistin als auch als Bandoneonistin konzertiert sie seither in verschiedenen renommierten Kammermusik-Formationen, als Solistin mit Orchester und im Musiktheater. Ihr Spektrum reicht dabei vom Barock über den Tango Nuevo bis hin zu zeitgenössischer Musik.
Selbst im klassisch-romantischen Opernrepertoire ist Antje Steen seit einigen Jahren zu Hause. An der Hamburger Kammeroper übernahm sie mehrfach mit Bandoneon und Akkordeon zentrale Funktionen der für Kammerensemble neu instrumentierten Partituren.
Ihre CD "Passion" mit Kammermusik von Astor Piazzolla und Johann Sebastian Bach wurde von der renommierten Fachzeitschrift Fono Forum ausgezeichnet mit fünf Sternen als „Empfehlung des Monats“.
Aktuell ist Antje Steen als Akkordeonistin mit der Schauspiel-Produktion „Übern Berg“ in Hamburg für den „Monika.-Bleibtreu-Preis“ nominiert.
 

Gregor Dierck - Violine




Gregor Dierck studierte bei Prof. Uwe-Martin Haiberg in Berlin und Prof. Christiane Edinger in Lübeck. Orchestererfahrung sammelte er u. a. im Bundesjugendorchester und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Ingo Metzmacher. Seit 1997 ist er Mitglied des Ensemble Resonanz, wo er auch Stimmführer ist. Nach Gründung des Berliner Sonar-Streichquartettes machte er in 2006 sein Konzertdiplom mit Auszeichnung bei Prof. Sebastian Hamann (Luzern), wo er auch bei Brian Dean Barockvioline studiert.
2007 etablierte er das Musikfestival TONarten Sasbachwalden, welches er seitdem künstlerisch leitet. Neben diversen Engagements, u. a. beim Ensemble Modern, dem ensemble musikfabrik Köln, dem Ensemble Integrales, Anima Eterna (BL), Elbipolis Barockorchester, dem Freiburger Barockorchester, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, Konzertmeister der Hamburger Kammeroper ist er auch solistisch sowie als komponierender Arrangeur ein gefragter Musiker.
 

Theo Schmid, Bearbeitung Berndeutsche Texte

Theo Schmid aus Rüschegg BE hat für die neue Inszenierung eine Übersetzung geschrieben, die wortgewaltig, urchig aber auch mit viel Sinn für Zwischentöne überzeugt. Theo Schmid, ein enger Theaterfreund von Oliver Stein, ist sehr breitfächerig unterwegs als Schauspieler, Schreiber, Regisseur, Imker, Holzhacker, Hundeausläufer und Autor von Jugendmusicals, Theaterstücken, Kurzgeschichten, Chansons, ehemals Lehrer für Schulmusik am OSZ Belp. Aufgewachsen ist Theo Schmid in Rüti bei Büren, ist Vater von vier erwachsenen Kindern und stolzer Grossvater. Theo bezeichnet sich als Berndeutsch-Gourmet mit Korrekturmanie.

Peter Kumate Aebi, Kampftrainer


„Ihr müsst mutig zupacken können und es muss echt aussehen, …ohne dass Ihr Euch verletzt!“ Unter fachkundiger Anleitung des Kampftrainers Peter Kumate Aebi, genossen Spielende auf Seiten der „Guten“ und der „Bösen“ eine schweisstreibende Grundausbildung im Theaterkampf. Peter Kumate Aebi lebt in Basel und ist seit über 50 Jahren mit den asiatischen Kampfkünsten verbunden. Er ist Träger des Schwarzgurt 1. Dan Ju Jitsu, besitzt den Lehrergrad im Kung Fu und ist Meister in traditioneller asiatischer Waffen-Kunst 6. Dan Bu Jutsu. Seine ganzheitliche Ausbildung beinhaltet das Studium diverser asiatischer Kampftechniken, Survival-Techniken, westlicher Nahkampfsysteme, Zen-Meditation, schamanistischer Energie-Arbeit, Reiki und Massage. Er ist Leiter der Kumate Kampfkunstschule und leitet Verteidigungs- und Kampfkunst-Seminare sowie Theaterkampf-Workshops in der Schweiz und Europa. Er bietet auch spezielle Selbstschutz-Seminare für Lehrer, Therapeuten, Personalberater, Frauen, Kinder, Senioren und Menschen im Rollstuhl an.